Klimaneutrale Allianz Rossau
Gemeinsam an der Energiezukunft des Quartiers arbeiten

Ende September wurde das Projekt KLARA – Klimaneutrale Allianz Rossau zur Förderung eingereicht. Im Mittelpunkt stehen Daten, Zusammenarbeit und technische Lösungen.
Projektpartner
Am Projekt beteiligt sind die Landeshauptstadt Innsbruck mit dem Amt Klimaneutrale Stadt (Projektlead), die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG, das Quartiersmanagement Rossau der Innsbruck Marketing GmbH, die Energieagentur Tirol, das Management Center Innsbruck und die Universität Innsbruck. Das Reallabor INNERGY wirkt als assoziierter Partner ohne Kosten mit.
Projektstatus und Laufzeit
KLARA wurde als Sondierungsprojekt zur Förderung eingereicht. Die wird Förderentscheidung voraussichtlich im Dezember 2026 getroffen. Bei einer Förderzusage ist eine Laufzeit von 18 Monaten vorgesehen. Das Projekt soll vom 1. April 2027 bis 30. September 2028 laufen.
Die Rolle des Quartiersmanagements Rossau
Das Quartiersmanagement Rossau übernimmt im Projekt eine vernetzende, kommunikative und moderierende Rolle. Es bindet Unternehmen und angrenzende Quartiere ein und gestaltet Dialog und Zusammenarbeit.
Warum braucht es KLARA?
Die Rossau ist mit rund 160 Hektar, mehr als 1.000 Unternehmen und etwa 13.000 Beschäftigten das größte Gewerbegebiet Westösterreichs. Aktuell ist erneuerbare Energieinfrastruktur nur begrenzt vorhanden, Unternehmen denken und agieren zwangsläufig in Insellösungen, vernetzte Konzepte für Wärmerzeugung und Abwärmenutzung, Kälteversorgung und kooperative Energiesysteme fehlen.

Die Rossau Inventur. Thema Energie.
Grafik: © Raumposition OG
Worum geht es bei KLARA?
KLARA verfolgt einen integrierten Ansatz in Richtung eines integrierten Quartiersenergiekonzeptes Bestehende Daten zu Energieverbrauch, Energieerzeugung, Gebäuden, Stadtklima und erneuerbaren Energiepotenzialen werden analysiert. Zugleich wird untersucht, wie Daten rechtssicher zusammengeführt und bestehende Lücken geschlossen werden können.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit im Quartier. Unternehmen, Energieversorger, Stadtverwaltung, Forschungseinrichtungen und weitere Beteiligte sollen geeignete Kooperations- und Entscheidungsmodelle entwickeln. Diese sollen die Planung und spätere Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen erleichtern.
Auf technischer Ebene werden mögliche Quartierslösungen geprüft. Dazu zählen Anergienetze, die Nutzung von Abwärme, gemeinschaftliche Stromspeicher, neue Formen von Energiegemeinschaften, sowie sektorübergreifende Energie- und Lastmanagementsysteme. Bewertet werden die technische, organisatorische und wirtschaftliche Machbarkeit.
Die Beteiligung der Akteur:innen im Wirtschaftsquartier Rossau ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. Im Dialogformat „KLARA spricht“ sollen die Perspektiven und Bedarfe von Unternehmen, Beschäftigten und Bewohner:innen angrenzender Quartiere erhoben werden. Die Ergebnisse fließen in die Bewertung technischer Lösungen und in die Entwicklung eines gemeinsamen Transformationsmodells ein.
Die Erkenntnisse aus den drei Bereichen werden laufend zusammengeführt. So sollen Wechselwirkungen, Schnittstellen und Zielkonflikte sichtbar werden. Das daraus entstehende Transformationsmodell soll die Grundlage für einen späteren Quartiersenergieplan sowie für weitere Forschungs-, Entwicklungs- und Umsetzungsprojekte bilden.