Markenentwicklung

Starke Marken entstehen nicht von heute auf morgen

Anfang 2009 beschäftigte sich eine Arbeitsgruppe, bestehend aus einigen Hoteliers der Stadt mit der zukünftigen Positionierung des Tourismus in Innsbruck. Dabei wurde schnell klar, dass die Bemühungen für Innsbruck als Destinationsmarke nur Sinn machen, wenn dieser Prozess auf eine breite Basis gestellt wird. Bislang waren die Auftritte der städtischen Akteure in Innsbruck (Stadt, Tourismus, Stadtmarketing) sehr heterogen. Jeder Akteur hatte jeweils eine eigene Marke, die sich in Schriftbild, Bildzeichen, Farbe, etc. deutlich voneinander unterschieden. Das führte zu Energieverlusten und Doppelgleisigkeiten im Außenauftritt. So einigten sich gegen Ende 2009 die Stadt Innsbruck, der Innsbruck Tourismus sowie die Innsbruck Marketing GmbH auf einen gemeinsamen Markenentwicklungsprozess und legten damit einen Grundstein für die weiteren Aktivitäten. Dieses klare Bekenntnis stellt eine große Besonderheit dar, denn in vielen anderen Städten weisen Stadt und Tourismus völlig unterschiedliche Identitäten auf und verfolgen voneinander abgekoppelte Strategien.
In einer ersten Phase wurde bei potenziellen Partner Überzeugungsarbeit geleistet und Verständnis für einen breit angelegten Markenbildungsprozess geweckt. Gremien der Stadt auf politischer Ebene sowie auf Ebene der Verwaltung, aus dem Innsbruck Tourismus, Wirtschaftskammer, Non-Profit-Organisationen, Interessenvertretungen, Universitäten, Fachhochschulen, Kultur- und Sportorganisationen wurden mit einbezogen. Auf politischer Ebene wurde schließlich am 22. Oktober 2009 vom Innsbrucker Gemeinderat mit überwältigender Mehrheit der Beschluss gefasst, sich an der Auftragsvergabe durch den Innsbruck Tourismus zu beteiligen. Professionelle Unterstützung im Markenbildungsprozess wurde durch das Beratungsunternehmen Institute of Brand Logic sicher gestellt.

Im Rahmen des so in Gang gesetzten Markenbildungsprozesses fanden regelmäßige Zusammenkünfte statt, an denen bis zu 100 EntscheidungsträgerInnen aus Politik, Tourismus, Wirtschaft, Bildungswesen, Sport, Kultur, usw. beteiligt waren. Wenn man herausfinden möchte, wer man in Zukunft sein will, muss man zunächst wissen, wer man heute ist. Für die zukünftige Ausrichtung der Marke Innsbruck war es essenziell, zunächst die bestehenden Stärken und Besonderheiten der Stadtmarke, ihre Charakterzüge und Eigenarten zu bestimmen. In spannenden Workshops, Checkpointmeetings, gemeinsamen Erkundungen, Reflexionen, konstruktiven, bisweilen hitzigen Diskussionen wurde gemeinsam ein Zukunftsbild für die Marke Innsbruck erarbeitet. Dieses Bild hat sowohl für die BürgerInnen, als auch für Innsbruck als Tourismusdestination Gültigkeit und wurde in der Erfolgslogik der Marke Innsbruck festgeschrieben bzw. dargelegt.
Der Markenbildungsprozess ist noch nicht abgeschlossen. Die starke Marke Innsbruck verlangt die Bereitschaft aller Beteiligten, sich ständig und immer wieder mit der Marke zu befassen.